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Donnerstag, 30. Dezember 2010

Recettear: An Item Shop's Tale (2010)

Recettear. Wie bin ich bloß auf dieses Spiel gekommen? Es ist ein Doujin-Game (doujin = jap. für indie), die Englische Version wird nur digital verkauft und keiner meiner Bekannten kannte das Goldstück. Die Antwort ist einfach. Fallout: New Vegas, Steam und meiner Liebe zu Manga-Zeichnungen habe ich diese Entdeckung zu verdanken!
Kurz nachdem Steam die Spiele-Empfehlungen (basierend auf den Steam-Games die der User spielt) eingeführt hat, habe ich mal einen Blick auf jene für mich zusammengestelle Liste geworfen. Auf Grund meines meistgespielten Steam-Games Fallout: New Vegas, waren etliche RPGs im "Recommended for you"-Reiter. Mein Blick fiel sofort auf Recettear, da mir als (mehr-oder-weniger-)Otaku das einzige Doujin-Game sowieso sofort in die Augen stechen musste.
Die Demo war sofort geladen und innerhalb von einem Tag auch schon durchgezockt. Nun, so ward es Weihnachten und ein guter Freund hat mir die Vollversion via Steam zum Geschenk gemacht. Am Tag darauf - also an dem Tag an dem ich begonnen habe diesen Artikel zu schreiben - haben wir es zusammen angespielt.


Das Spiel + Story:
Es ist ein Wunder, dass überhaupt ein japanisches Spiel so erfolgreich wird, dass eine offizielle Englische Version veröffentlicht wird ohne, dass das Produkt den Indie-Status verliert. Recettear war außerdem das erste japanische Indie-Game im Steam-Store. In Japan wurde das Doujin-Spiel schon 2007 released, doch erst 2010 ist die Englische - die für mich als einzige spielbare - Version erschienen (was auch der Grund dafür ist, dass dieser Artikel als 'PC 2010' getaggt wurde)
Recettear erinnert stark an ein altes Nintendo-Spiel, welches später, mit einer schlechten 3D-Grafik, neu für den DS veröffentlicht wurde. Nun der schein trügt. Die unaufwenige Grafik und das einfache Spielprinzip sind wichtige Elemente, um sowohl das Doujin-Feeling, als auch das Nostalgische effektiv rüber zu bringen.
Alle Dialoge in dem Spiel sind im Stil eines VNs gehalten und lassen erfahrene Otakus sofort wissen, dass Recettear garantiert aus Japan ist. Menschen denen VN kein Begriff ist, kommen dank einigen Phrasen auf Japanisch, die mit manchen Sprechblasen abgespielt werden und ihren Inhalt grob widergeben, zum selben Schluss.
VN-Dialog zwischen den Konkurrentinnen
In Recettear spielt man die niedliche, junge Recette, die Geld auftreiben muss, um die Miete ihres Vaters zu bezahlen, der jedoch vor kurzem verschwunden ist, und die spießige Fee Tear, die das Geld von Recette eintreiben muss. Nun, da Tear ja keine böse Fee ist und merkt, dass Recette alleine keine Chance hat genug Geld aufzutreiben, entschließt sie sich dazu mit dem armen Mädchen einen Item-Shop zu eröffnen und es mittels Ratschlägen zu unterstützen.
Die Items können entweder am Markt gekauft oder in Dungeons erbeutet werden. Um sicher in Dungeons an Items zu gelangen suchen Recette und Tear in der Adventurer's Guild nach billigen Abenteuerern und finden den bemitleidenswerten Louie.
Nach und nach tauchen neue Charaktäre im Spiel auf, wie die Konkurrention Alouette und ihrer Fee Prime und die anfangs gegnerische, doch später freundliche Diebin Charme (welche auch als Abenteuererin angeheuert werden kann).


Das Spirlprinzip:
Das Spiel ist in drei Teile zu gliedern: Der Merchant-Mode, die Battles-Mode und letztlich die Story-Passagen im VN-Stil.

Der Merchant-Mode wird als Recette gespielt und findet in ihrem Shop "Recettear" statt. Im Shop gibt es drei Podeste mit je vier Ausstellungsslots in denen man individuell ausgewählte Items platzieren kann. Diese sind auch jene Items die die Kunden kaufen werden. Das Schaufensterpodium ist der wichtigste Ort im Shop, da Gegenstände, die dort platziert wurden teuerer verkauft werden können.
Podeste in Recettes Laden
Ein jedes Objekt kann zu einem Preis bis ca. 135% verkauft werden. Ab und an gibt es gewisse Events, die eine bestimmte Item-Kategorie um 100% teuerer werden lassen - folglich können diese dann um 235% verkauft werden. Doch das kann auch andersrum gehen - es passiert nicht selten, dass Items um einen Bruchteil billiger werden. Das gemeine daran ist, dass nie dabei steht, um wieveil Items nun teuerer oder günstiger werden.
Da verschiedene Kunden bei Recette einkaufen ist es auch naheliegend, dass diese verschiedene Summen an Geld bei sich haben. Anders als der Mann, der sich so manche Gegenstände um 130% andrehen lässt, kann sich das kleine Mädchen, auf Grund ihres geringen Taschengeldes, selten Einkäufe mit mehr als 120% leisten. Auch beeinflusst die generelle Preishöhe die kaufbereitschaft des Kunden. Bei Preisen wie 10.000 Münzen wird es schwierig Gegenstände  um 130% zu verkaufen.
Ein Mann kauft einen kandierten Apfel! Yayifications!
Recette kann im Merchant-Mode Level aufsteigen und erhält dadurch neue Möglichkeiten. Beispielsweise werden ab Level 3 manche Kunden eine grobe Beschreibund des gewünschten Items nennen und das wählen eines passenden Exemplars Recette überlassen - so können auch nicht ausgestelle Items verkauft werden - oder ab Level 6 können die Wände des Ladens verändert werden, um die Stimmung und die kaufbereitschaft der Kunden zu erhöhen.
Manche Item's können in der Gildenhalle zu einem neuen, besseren und vor allem teuereren Item fusioniert werden, wenn Recette Level 5 erreicht hat. Am Ende jeder Woche muss Recette eine gewisse Summe für Tears abrechnung parat haben. Besagte Summe vermehrt sich von Mal zu Mal und nimmt irgendwann eine teufliche Manifestation von 200.000 Münzen an, die einen richtig ins schwitzen bringen. Sollte Recette auch nur ein Mal nicht genug Geld haben, so endet das Spiel.
Der Merchant-Mode ist für mich etwas sehr neues und erfrischend amüsantes gewesen, doch muss ich sagen, dass er nach einer gewissen Zeit langweilig wird.
3/5 Punkte - Sehr gute Idee, nette und nicht allzu minimalistische Umsetzung, doch leider etwas unausgereift.

Der Battle-Mode wird als einer der vielen Abenteuerer, die im Laufe des spiels auftauchen, gespielt und findet in den Dungeons statt. Man muss in der Abenteuerer-Gildenhalle einen Abenteuerer für einen Run anheuern (was natürlich etwas kostet) findet sich mit diesem dann in dem ausgewählten Dungeon wieder.
Dungeon-Map
Im Storyverlauf tauchen immer wieder neue Dungeons und Abenteuerer auf. Jeder Abenteuerer hat verschiedene Vor- und Nachteile und Fähigkeiten. So ist zum Beispiel Charme sehr flott, hat jedoch nur kurze Messer und wenig Leben.
Die Abenteuerer haben drei Leisten: Die Lebensleiste, die Magieleiste und die Erfahrungsleiste. Ist die Erfahrungsleiste voll, so leert sie sich und der Abenteuerer steigt um ein Level auf. Die Magieleiste nimmt mit jedem Spezialangriff oder Zauber ab. Sie kann durch konsum von Süßigkeiten wieder aufgefüllt werden. Ist die Lebensleiste leer, so ist der Abenteuerer bewusstlos und der Modus endet. Er wird von Recette und Tear, welche im Battle-Mode in einer magischen Blase sind, welche sie vor den Monstern beschützt, gerettet. Recette und Tear können des Weiteren auch eines der geborgenen Items mit in den Shop nehmen. Ziel dieses Spieles ist es durch die Dungeons zu rennen (welche in Ebenen eingeteilt sind, die aus mehreren Räumen bestehehn - nach 5 Ebenen kommt meistens ein Boss), Viecher zu killen, das aufzuheben was sie droppen und Kisten, welche Items beinhalten, zu öffnen und diese in Recettes Laden zu bringen. Das klingt einfacher als es ist, da manche Kisten auch Fallen beinhalten und manche Traps einfach beim betreten eines anderen Raumes im Dungeon ausgelöst werden können. Beim entern einer neuen Ebene können auch auch Ereignisse auftreten, die die Charaktergeschwindigkeit, -stärke oder -defense beeinflussen.
Boss-Fight: Louie gegen die Gangster Brecheisen-Ratte
Die Viecherl werden von Dungeon zu Dungeon, von Ebene zu Ebene auch stärker. Der Abenteuerer muss auch immer wieder neue Monster kennenlernen und deren Kampfverhalten verstehen. Jeder Kreaturentyp kann bestimmte Items droppen und zu wissen, dass manche Kreaturen in manchen Dungeons mit einer höheren Wahrscheinlichkeit auftreten, erleichtert die Suche nach bestimmten Items enorm.
Etwas nervig ist es aber schon, dass man während Runs ned speichern kann. Also speichern kann man, jedoch werden bloß der Shop-Zustand und die Stats gesichtert. Lädt man einen Spielstand, der in einem Dungeon gesichtert wurde, landet man wieder in Recettes Shop.
Um ehrlich zu sein ist der Battle-Mode nichts wirklich neues oder aufwendiges, doch Recettear hat ein klassisches Spielprinzip hergenommen und dieses in einer ästhetischen und innovativen Form verpackt!
Louie kämpft


3/5 Punkte - Da es nach geschätzten 30 Ebenen beginnt langweilig zu werden und die mangelhafte Umsetzung des Speicherns mich sehr enttäuscht hat, erhält dieser Modus weniger Punkte, als er eigentlich haben könnte.








 
Die Story Passagen beschränken sich auf lesen und weiterklicken. Nichts ungewöhnliches für VNs. Es dauert aber nicht lange, bis man bemerkt, dass viele Dialoge komplett ohne Spielrelevanten Inhalt sind und es eigentlich sinnlos ist, diese durchzulesen.
Recette mit ihrem Lieblingsspruch "Capitalism, ho!"
An Dialoge kommt man, indem man mit Recette und Tear in den Pub, zum Hauptplatz oder in die Kapelle geht. Einige - meistens storyrelevante - Dialoge tauchen auch während dem Merchant- oder Battle-Mode oder in den Gildenhallen auf.
Was ich als sehr wichtig udn athmosphärisch empfunden habe war die typische VN-Musik, die überall während dem Spiel zu hören war. Natürlich ist die Musik auf Modus, Setting und Situation angepasst und lässt das Indie- und Nostalgie-Gefühl umso stärker aufleben.
Nach dem durchzocken gibt es noch den Endless Mode, den Survival Mode und noch den New Game+ Mode. Im Endless Mode kann man noch weitere Abenteuerer, Dungeons und somit auch Gegenstände Freischalten. Sogar Verkaufsautomaten verbergen sich in der transdurchgezockten Welt.
4/5 Punkte - Vor allem wegen der Musik und des Talentes, der Macher: Wie in einem echten VN wurde viel Schwachsinn mit wenig Inhalt in ewiglanges Geplapper verwandelt. Der Endless Mode und alles andere was nach dem Ende der Story kommt macht das wieder wett.


Allgemeine Bewertung:
Recettear hat es geschafft in mir eine nostalgische Stimmung zu wecken und das Feeling des Games der 90er zu vermitteln. Ich denke, dass das Doujin-Game vor allem durch die Musik gewinnt.
Was mir neben dem Speichern negativ aufgefallen ist, ist die stumpfheit des Games. Es gibt nicht viel Abwechslung - außer, dass sich die Tiles der Dungeons und die Monster in diesen verändern und es im Laufe des Spiels immer wieder neue Begleiter und Items gibt. Das Prinzip bleibt immer gleich: Battlen und Handeln und vielleicht mal in den Pub.
Jedoch konnte ich nicht aufhören zu spielen, selbst dann nicht, als ich mir über die Abwechsungskargheit klar geworden bin. Das Spiel hat mich regelrecht gefesselt.
Jedoch hat mich ein Tod in den Dungeons sehr geärgert und des öfteren dazu gebracht das Spiel zu beenden und etwas komplett anderes zu machen.
Auch sind die Artworks gut und die Stimmen (auch wenn sie nicht viel sagen) passen gut zu den Personen. Jede Dieser hat einen eigenen Charakter, der beinhart und stabil bis zum Ende durchgehalten wird. Die minimalistische Story wurde auch sehr fein verpackt und es fällt kaum auf, wie simpel das ganze doch eigentlich ist.
4/5 Punkte


Fazit:
Recettear: An Item Shop's Tale ist kein Spiel für jene, die Crysis-Grafik oder CoD-Action wollen, sondern eher etwas für diejenigen, die Spaß an einfachen Spielen, Arcade oder Indie-Games haben, für Otakus oder einfach für leute die eine Schwäche für niedliche Anime-Mädels haben (was meistens auf Otaku hinausläuft).

Gesantwertung: 3,5/5 Sternen



PS: Der Soundtrack ist nun im iTunes-Store erhältlich! Trotz meiner Liebe zu CDs und meinem Hass zu digital vertriebener Musik habe ich die 9€ investiert. Ja, ich weiß ich hätte mir den Soundtrack aus dem Verzeichnis kopieren können, aber ich fand es nett die Entwickler zu unterstützen =)

Sonntag, 7. November 2010

Fallout: New Vegas (2010)

Vor 2 Jahren ist Fallout 3 herausgekommen und wurde zum Game Of The Year gekürt. Schon damals war die Engine veraltet, denn sie stammt ja aus dem 2006er Game Oblivion. Doch auch 4 Jahre später wird ein weiteres Spiel mit einer kaum veränderten Engine herausgebracht. Ein wirklich mutiges Unterfangen.
Leider habe ich diesmal nur die Deutsche, und somit zensierte, Version bekommen, da ich die Collectors Edition wollte und die Englische nicht nach Wien verschickt wurde.


Allgemeines, Parallelen zu Fallout 3 & Neuerungen:
Am Spiel hat sich eigentlich nicht viel geändert, man könnte es sogar zynisch als Fallout 3,5 bezeichnen. Bei New Vegas gibt es eigentlich "nur" folgende Neuerungen, auf die dann näher eingegangen wird:

  • Das Karma System wurde erweitert: Man hat jetzt in jeder Ortschaft und in jeder Stadt eine eigene Reputation. Zum Beispiel kann man im Anfangskaff Goodspring total beliebt sein, wo anders jedoch verabscheut, was Einfluss auf Quests, Dialoge, etc. haben kann.
  • Das Companion Wheel: Ein innovatives Kommando-Menü für Gefährten. Mit Hilfe dieses Tools, kann man nun Begleitern direkt Stimpacks verabreichen, taktische Befehle geben, Ausrüstung ändern, etc. Außerdem muss man nun zu den Begleitern neuerdings auch noch eine Art Beziehung aufbauen. Somit hat das Plaudern endlich auch einen Sinn.
  • Gambling: Was wäre Las Vegas ohne zocken? Jetzt kann man auch in-game in Casinos spielen. Es gibt auch Achievements, die man erhält wenn man spiele gewinnt.
  • Skills: Es gibt nun weder den Big Guns Skills, noch den Small Guns Skill mehr. Außerdem wurde der Überlebens Skill hinzugefügt.
  • Waffen: Der Zoom, die Animationen und die Meshes der Waffen wurde überarbeitet, verbessert und ästhetischer gemacht.
  • Crafting & Kochen: Das Bauen von Waffen wurde aus dem Spiel entfernt, jedoch kann man nun Modifikationen (z.B. Visier) an den Waffen anbringen. Das tolle: Die Mods sind auf den Waffenmeshes zu sehen! Auch kann man nun nach Rezepten kochen und sich so eigene Chems und Mahlzeiten erzeugen.
  • Das Setting: Da die Westküste nicht so stark vom Bombardement getroffen wurde, ist es hier viel grüner und es stehen mehr Häuser, was das Spiel um einiges lebendiger macht.
Die Story selbst hat nichts mit der von Fallout 3 zu tun. Es gibt zwar Referenzen zum Vorgänger (wie z.B. den Wasteland Survival Guide, für den man in einer Fallout 3 Nebenquest recherchieren musste), aber im Grunde hat das Spiel mehr mit Fallout 2 als mit Fallout 3 zu tun.

Fallout: New Vegas - Nicht minder vulgär als Fallout 3


Grafik & Performance:
An der Grafik-Engine hat sich genau Nüsse geändert. Nicht, dass diese schlecht wäre, ich möchte es lediglich anmerken. Ich werde hier nicht nochmal meine Meinung zur Grafik niederschreiben, sondern lediglich den Link zum Fallout 3 Review, wo alles genau steht, angeben. Ohne nennenswerte Veränderungen durchgeführt zu haben, laggt das Spiel auf meinem PC, auf dem Fallout 3 ganz gut lief. Höhere Anforderungen und keine Verbesserungen? Die eine oder andere Überholung hätte sicherlich nicht geschadet. Vor allem geht es hier um ein komplett neues Spiel. Da wäre eine neue Engine schon von Vorteil, um eben klarzustellen, dass es sich um etwas anderes handelt.
Was ich zu den Models sagen kann ist, dass diese stark überholt wurde. Die Waffen haben jetzt sehr schöne und verbesserte Schuss-, Repetier- und Reload-Animationen. Jedoch muss man anmerken, dass einige Meshes, wie beispielsweise die unspektakulären Betten, Gasherde und Autos kein wenig verändert wurden. Die Models von Fallout 3 wurden also recycelt und hier wieder verwendet. Dies gilt auch für manche Kreaturen (Skorpione, Super Muties, Hunde,...) und fällt besonders stark bei den Straßen auf. Hieß es nicht, dass die Westküste nicht so stark vom Krieg getroffen wurde? Wieso um alles in der Welt ist der Asphalt denn so abgefuckt?
Naja, whatever... Immerhin hat es durch die bekannten Meshes einen Wiedererkennungswert...
Wirklich erstaunlich ist, dass die Fallout: New Vegas nicht so streng wie Fallout 3 zensiert wurde. Menschen sind immernoch Superwesen, die keine Körperteile verlieren können, aber blutgeile Psychopathen können sich nun an explodierenden Tieren und deren verstreuten Fleischklumpen ergötzen.

4/5 Sterne - Auf Grund der minimalistischen Recycling-Methode und der Frechheit mit den Anforderungen tendierend zu 3 :(


Story & Setting:
Der Doc stiftet uns einen Vault-Overall und einen Pip-Boy
Als Kurier, der einen Pokerchip aus Platin (Replika in der Collector's Edition) liefern soll, wird man von einem Reichen Typen (in der EV spöttisch 'fancy-pants' genannt) und zwei Söldnern (Vorgeschichte wird im Comic, welches in der Colletor's Edition beiliegt, erzählt) erschossen. Man wird von einem Roboter-Cowboy gerettet und von Doc Mitchell gesund gespflegt. Im Haus des Doc's wacht man auf, wird nach dem Namen gefragt, legt an einem Spielautomaten die Stats fest, bestimmt mittels eines Psycho-Tests vom Doc die Skills und wählt dann 2 Traits aus. Die Prozedur dauert - wenn man ein wenig Erfahrung mit Fallout 3 hat - 10 Minuten und schon ist man draußen, im Dorf Goodsprings. Der Spieler soll zu Sunny Smiles, die ihm das Kämpfen und Kochen beibringt. Damit wäre das Tutorial schon fertig.
New Vegas wie man es sich erwartet...
Wie geht es weiter? Ziel ist es vorerst fancy-pants Benny zu finden, mehr spoilere ich nicht.
Die Story ist auf jeden Fall sehr abwechslungsreich, teilweise langatmig, sehr politisch und ziemlich ausgeklügelt und meiner Meinung nach interessant. Ab einem Punkt bilden sich vier Storyzweige und es gilt sich für einen Pfad zu entscheiden. Ich finde neben Morrowind und Fallout 3 hat Fallout: New Vegas eine der - für mich - besten Storys. Ich fühle mich aber gezwungen zu erwähnen, dass ich auf komplexe Storys mit viel Überzeugen, Reden und Wendepunkten und wenig sinnlosem Herumballern abfahre.
Soviel dazu.
...und wie es tatsächlich ist.
Das Setting gefällt mir ehrlich gesagt nicht so gut. Ich möchte eine zerstörte Welt, ohne moralische Richtlinien. Dadurch, dass die Mojave-Wüste weniger stark zerstört wurde, als die Hauptstadt, ist das nicht wirklich gewährleistet. Die Welt ist allgemein viel lebendiger. New Vegas selbst jedoch ist, finde ich, nicht lebendig genug. Es sind nur Besoffene zu sehen, mit denen man nichtmal Dialoge führen kann. Zu klein ist die Stadt meiner Meinung nach auch noch. New Vegas ist auch nicht so wie man es sich erwartet. Es gibt Freeside und The Strip. The Strip ist die Straße, auf der die ganzen Casinos, Bars, etc. zu finden sind: Dort wo es viele fancy-pants gibt. Freeside ist aber der Ort, der The Strip umgibt - der Wohnbezirk der Armen in New Vegas. The Strip ist nur das was die Leute erzählen. Der größte Teils von Vegas nennt sich Freeside. Freeside ist New Vegas, wie es tatsächlich ist.
Was bei mir sehr gut angekommen ist, sind die neuen Mistviecher: Geckos, Cazadors, etc. Da sogar stärkere Tiere am Anfang auftauchen wird alles viel echter und das Setting wirkt realistischer.
4/5 Sternen - Jedoch nur auf Grund der Story, die viele Brücken zu Nebenquests anbietet.


Skills, Perks und Level:
Geringfügige, jedoch kreative Veränderungen mit verheerender Wirkung überraschen den Spieler schleichend im Spiel. Es wurden Skills entfernt, umbenannt und hinzugefügt. Den Big Guns Skill gibt es nichtmehr, neu hingegen ist der Überlebens-Skill. Small Guns wurde in Schusswaffen umbenannt. Die Big Guns wurden auf die Energy Weapons (Flammenwerfer, Gatling Laser,...), Schusswaffen (Minigun) und auf die Explosives (Missile Launcher, Fat Man,...) aufgeteilt (was ich persönlich realistischer, aber doch schade finde).
Der Überlebens-Skill gibt dem Spiel das gewisse etwas, wobei man anmerken muss, dass er nur im Hardcore-Mode notwendig ist. Je höher Überleben ist, umso mehr Gesundheit regeneriert man durch das Essen und umso länger hält man ohne Essen, Schlafen und Trinken aus. Außerdem braucht manden Skill zum kochen - man kann neuerdings am Lagerfeuer essen zubereiten.
Perks erhält der Spieler nur merh alle zwei Level. Es gibt sowohl uns bekannte Perks aus Fallout 3, jedoch auch komplett neue, die sich auf den Wilden Westen oder auf die Wüste beziehen.
Traits sind völlig neu: Sie sind schlicht und einfach Perks, die jedoch nur bei der Charakter-Erstellung gewählt werden können (2 aus einer Liste von 10 sind wählbar).
Am Leveling-System wurde nicht allzu viel verändert. Man erhält nun zusätzliche Erfahrungspunkte durch das erfüllen sogenannter Challenges (manche Challenges gehören in Steamworks zu denAchievements).
4/5 Sternen - Auf Grund des Überlebens-Skills und den zusätzlichen EX-Points


Waffen:
Verbesserter Zoom bei Waffen
Die Waffen wurden leicht modifiziert und erweitert. Beispielsweise gibt es nun einen Granatenwerfer, eine Laser-SMG, eine Laser-Shotgut, Gewehre für fast alle Munitionstypen, ein Granaten-Maschienengewehr und noch viel mehr. Waffen die die .44-Magnum, die Combat-Shotgun und die Chinese Assault Rifle wurden leider aus dem Spiel genommen. Auch wurden die Texturen und Models überarbeitet. Nicht nur Zoomen sieht nun viel realistischer aus, auch die Preise sind teuer genug. So kann man nicht gleich am Anfang schon eine Plasma Rifle kaufen - Auch wenn man sagen muss, dass man mit den Glücksspielen recht schnell verdammt viel Geld verdient.
4/5 Sternen - Die Sache mit den, meiner Meinung nach, unrealistischen Waffen (Granatenmaschienengewehr,...) hätte Obsidian sich sparen können. ZB sind Waffen wie die Laser-Shotgun verflucht unfair und viel zu stark.


Crafting & Kochen - Die kreative Ader:
In Fallout: New Vegas kann man neuerdings selber Munition erstellen, kochen und Erweiterungen an den eigenen Waffen anbringen. Wer hat sich noch nie eine Laser Rifle mit einem Visier gewünscht? Auch kann man endlich seine eigene Munition herstellen. Die Frage was aus den leeren Energiezellen wird ist auch beantwortet: Leere Hülsen und Energiezellen werden im Inventar abgelegt um wieder zu funktionstüchtiger Munition gemacht zu werden. Leider wurde jedoch die Möglichkeit an der Werkbank eigene Waffen zu erstellen komplett aus dem Spiel entfernt. Jedoch kann man nun Energie-Munition in verschiedene Formen umwandeln (z.B. Energie Zellen in Microfusion-Zellen und umgekehrt) oder eben diese Überladen um mehr Schaden zu verursachen. Auch kann man nun selber Stimpacks, Drogen und die neuen Arztköfferchen (heilt Knochenbrüche) herstellen.
Toll ist auch, dass man Pflanzen abernten und köstliche Gerichte kochen kann. Sinn? Rohes Fleisch hat ab nun auch einen negativen Effekt. Durch das denaturalisieren verschwinden nicht nur diese unerwünschten Effekte, die positive Wirkung wird sogar verstärkt.
Ich finde die Erweiterng genau dieses Bereiches gibt Fallout: New Vegas das gewisse Rollenspiel-Etwas, das Fallout 3 nicht hatte.
Man braucht jetzt den Science-, Überlebens-, Medizin- oder Reparatur-Skill um Gegenstände herzustellen (je nachdem was man basteln möchte).
3/5 Sterne - Da die Munitionsherstellung das Inventar relativ chaotisch macht, das Erstellen von Waffen aus dem Spiel genommen wurde und es bei den Waffen Add-Ons an Beschreibung mangelt...


NPCs, Dialoge & Companion Wheel:
Die NPCs kommen in New Vegas viel persönlicher rüber, als in Fallout 3. Obwohl die deutsche Synchro zum Vergessen ist, haben manche Personen sogar einen eigenen Charakter. Auch sind die Dialoge viel Umfangreicher und Spieler die nicht auf Sprache geskillt haben, haben endlich auch eine Chance Speach-Challgenes zu meistern, denn diese werden nichtmehr nur über den Sprache-Skill, sondern (je nach Situation, Relevanz und Kohärenz) mit anderen passenden Skills. So hat der Spieler weitere Motivation nicht ständig auf ein und die selben Skills aufzubauen, sondern auch beim Stufenaufstieg Punkte an andere Fertigkeiten zu vergeben.
Ein wirklich nettes Feature ist das Companion Wheel. Man muss sich nun nichtmehr mühsam durch nerviges Geplapper durchklicken, bloß um dem Gefährten zu sagen, dass er von Nahkampf auf Schusswaffen umsteigen soll. Mit Aktivierung des Kumpels erscheint das praktische Rad, gibt Überblick über alle Möglichen Aktionen und erlaubt es dadurch schneller und gezielter zu interagieren. Natürlich kann man auch noch Dialoge starten, falls man den treuen Kämpfer näher kennen lernen will.
5/5 Sterne - Natürlich nicht perfekt, aber sehr gut! 


Karma und Reputation:
Das Karma-System wurde stark überarbeitet. Es gibt nun auch die Reputation, die bestimmt, welche Stämme, Banden, Dörfer, etc. den Spieler wie sehr mögen und ihm gegenübertreten. Dieser Wert ist von Fraktion zu Fraktion verschieden und ist auf der Weltkarte abzulesen. Er lässt die ganzen Verhältnisse realistischer werden und übernimmt die Aufgaben des Karma-Systems in Fallout 3 plus ein paar Extras. Was das Karma selbst für eine Rolle in New Vegas spielt, ist für mich völlig unklar.
4/5 Sterne


Die Welt - Willkommen in der Mojave Wüste:
Die Map ist klein, alles sieht gleich aus, nerviges Gebirge stört fast immer. Die Mojave Wüste ist ein schrecklicher Ort, der nicht viel Abwechslung bietet. Entweder trifft man auf verlassene Siedlungen, kleine Dörfer oder irgendwelche Hütten. Außerhalb von New Vegas - Die Stadt ist für meinen Geschmack übrigens ziemlich klein - gibt es nicht viel zu sehen. Die meisten Quests finden innerhalb der Stadtmauern ihren Anfang und führen nach draußen, aber in der Wüste findet man - bis auf Goodsprings und Umgebung - nicht viele Quests.
Abwechslung bieten außergewöhnliche wenige Orte, wie das schöne, verschneite Jakobstown - erinnert mich irgendwie an Kanada - aber mehr ist da leider nicht.
2/5 Sterne - Das Capital Wasteland fand ich schöner als die Mohave Wüste... Und Vegas+Umgebung soll von dem Krieg nicht getroffen worden sein? Wie hätte die Gegend dann nach dem Bombenangriff ausgesehen?



New Vegas Strip: Gambling bis zum Umfallen:
Höchstwahrscheinlich einer der Hauotgründe warum sich die Meisten das Spiel gekauft haben: Zocken! Geldverdienen durch Glücksspiele ohne im echten Leben das letzte Hemd zu verlieren.
Ganz ehrlich: Was wäre Las Vegas ohne Casinos?
Ist man in einem Casino, muss man erst, um zocken zu können, das eigene Geld gegen Chips eintauschen. Dann bewegt man sich einfach zum Spiel und aktiviert das Gerät oder den Tisch.
Es können vier Spiele gespielt werden:
  • Black Jack: Die Regeln kennen die meisten. Black Jack kann ausschließlich in Casinos gespielt werden.
  • Roulette: Mein persönliches Lieblingsspiel, welches leider auch nur in New Vegas' Casinos gespielt werden kann.
  • Einarmiger Bandit: Simpel. Chip einwerfen, Hebel betätigen, schaun was passiert. Drei gleiche Symbole bedeuten Sieg. Auch nur in Casinos spielbar.
  • Caravan: Ein höchst interessantes Kartenspiel, welches von den Karavanen der Wüste gespielt wird. Wieder geht es um Geld. Es ist wirklich ausgeklügelt und verdient ein dickes Lob. Es gilt die eigenen drei Karavanen (Kartenstapel) in einem Wertebereich von 21 bis 26 zu halten. Sind alle drei Karavanen im angemessenen Wertebereich, hat man das Spiel gewonnen. Man kann das eigene Deck mittels Karten, die man zufällig in der Wüste finden kann, erweitern. Ein Spiel, dass ich auch gerne im Real Life spiele.

Es gibt vier geöffnete Casinos in der Spielewelt: Das Atomic Wrengler Casino in Freeside und das Ultra Luxe, Gomorrah und das Tops Casino am Strip.
Der beste Weg um steinreich zu werden oder aber alle Caps zu verspielen, nach Drogen süchtig zu werden und sich mit Dixons Schrottjet die Birne weg zu fixen.
Ich bin sehr zufrieden. Ich bin mir sicher, dass man da noch mehr hätte machen können, doch mich befriedig schon das kleine bisschen.
5/5 Sterne 


Fazit:
Das Spiel ist absolut kein Vergleich zu Fallout 3. Es baut nicht mehr so sehr auf dem Kämpfen auf, sondern ist wieder in Richtung Rollenspiel gerückt. Das Spiel ist zur Zeit noch äußerst verbuggt und auf Grund von Audio-Failern, Crashes und Lags etwas anstrengend zu spielen, aber der Spielspaß und die Unabhängigkeit, der Realismus und vor allem der Hardcore Mode machen das wieder wett.

Die 70€ waren mir die Collector's Edition wirklich wert und ich rate sowohl Fallout 3 Fans als auch jenen alten Fallout 1&2 Veteranen dieses Spiel zu spielen.


Gesamtwertung: 4/5 Sternen (eigentlich 3,8)

Dienstag, 12. Oktober 2010

StarCraft II: Wings of Liberty (2010)

Es ist soweit. Blizzard hat sich nach einer langwierigen Entwicklungsphase von 12 Jahren doch durchringen können den Nachfolger für das bisher meistverkaufte Echtzeit-Strategiespiel auf den Markt zu bringen. Obwohl der erste Teil der Spiele-Reihe nur 2D Grafik hat, wird er aber bis heute bei diversen eSports Veranstaltungen gerne gespielt. Ich habe Starcraft durch meinen Bruder vor etwa 8 Jahren erhalten und gespielt. Als ich erfuhr, dass der Nachfolger bereits auf dem markt ist, kaufte ich es mir sofort.
Das Spiel stellt wahnsinnig hohe Anforderungen an die Grafikkarte. Es funktioniert auf meinem Laptop auf mittelmäßiger bis niedriger Auflösung halbwegs,
völlig ruckelfrei ist es jedoch nicht.
(Geforce gtx380 mobile)

Interface:
Das erste mal, als ich das
Spiel gestartet habe, fiel mir sofort das stark verbesserte Interface auf. Abgesehen davon, dass sie den Multiplayer viel stärker eingebaut haben, kommt es einfach sehr viel futuristischer herüber, als das alte Interface. Es Fiel mir auf, dass man sich sofort, wenn man das Spiel gestartet hat, bei seinem Battlenet 2.0 Account anmelden muss, bzw. einen Account erstellen muss. Dies kann man nicht umgehen und so braucht man unbedingt eine Internetverbindung, um das Spiel überhaupt benutzen zu können. Dies gilt leider auch für den Singleplayer. Nachdem man sich einloggt, bekommt man jedoch sofort Zugriff auf eine von Blizzard ausgeweitete Community, bei der man Freunde adden, sich leicht mit den bereits hinzugefügten Kontakten in einer Lobby treffen oder aber nur chatten kann. Dabei hat Blizzard vorzügliche Arbeit geleistet. Das ganze ist durchaus mit anderen Spiele Communitys zu vergleichen, wie zum Beispiel Steam oder Windows Live. Man wird immer benachrichtigt, wenn ein Kontakt online geht, bzw. wenn man eine Nachricht von einem Kontakt erhält. Das Battlenet 2.0 ist bei mir bis jetzt auch deutlich seltener abgestürzt, als Steam, was aber nicht wirklich ein Wunder ist, wenn man bedenkt, wie viele Spiele die Steam Serverim Gegensatz zu den Battlenet 2.0 Servern verwalten müssen.
Das einzige Problem, das ich bisher hatte, ist, dass mir in meiner zwei Monate langen Spielzeit keine einzige Person über den Weg gelaufen ist, die aktiv spielt, dies ist allerdings nicht unbedingt ein Problem der Community.
Es gibt, wie bei allen andern Blizzard Strategiespielen, wieder ein sehr gutes und stabiles Lobby System, das durch die neue Grafik ein bisschen aufgepeppt wurde.
Bewertung:4/5


Singleplayer:
Nur einmal algemein, als Erklärung zu Starcraft: In dem Starcraft Universum gibt es 3 verschiedene Rassen: Die Terraner, die Protoss und die Zerg. Wie in jedem Echtzeit-Strategiespiel von Blizzard, können die verschiedenen Rassen alle etwas vollkommen Unterschiedliches und müssen auch anders gespielt werden. Die Protoss
sind im algemeinen die "langsamste" Rasse. Sie brauchen am meisten Resourcen, für die einzelnen Einheiten, dafür haben ihre Einheiten im Schnitt die besten Werte. Die Zerg sind die "schnellste" Rasse, üblicherweise versuchen Zergspieler den Gegner einfach auszuschalten, bzw ihn sehr zu verlangsamen. Die Terraner sind ein Mittelding zwischen Zerg und Protoss. Sie brauchen eher mehr Resourcen, als die Zerg, haben aber auch Einheiten, die weniger brauchen. In Starcraft II Wings of Liberty ist leider nur eine Kampagne enthalten, die man allein als Terraner spielen kann. Dennoch kann man locker 30 Stunden mit dieser einen Kampagne verbringen. Sie knüpft direkt an die Geschichte des ersten Teils an. Es ist aber kein Problem, wenn ihr den ersten Teil nicht gespielt habt, wenn ihr das Spiel installiert, könnt ihr euch daneben schön was bisher geschah anhören. Jim Raynor, bekannt aus dem ersten Teil, ist der Protagonist des zweiten Teiles. Im wesentlichen geht es darum, dass die Zerg mal wieder die Galaxie Assimilieren wollen (Zerg sind eine Spezies aus Biomasse, die Planeten Überrennt, um sich dort vermehren zu können). Jim Raynor will dies nicht zulassen und unternimmt etwas dagegen... Mehr Spoilern werd ich nicht zu der Geschichte, müsst ihr schon selber Rausfinden ;) Blizzard hat bereits Erweiterungen mit Kampagnen für die anderen zwei Rassen angekündigt. Allerdings werden diese Kostenpflichtig sein und wenn man bedenkt, dass man ohnehin schon 50 € für das Grundspiel bezahlen muss, finde ich das eine wahnsinnig große Frechheit.
Bewertung 4/5


Multiplayer:
Das eigentliche "Herz" von Starcraft II. Es gibt verschiedene Spielmodi: 1vs1, 2vs2, 3vs3, 4vs4 und free-for-all. Man kriegt für jeden dieser Modi einen Rang zug
eordnet, je nachdem, wie viele Spiele man gewinnt und verliert. Allerdings werden die einzelnen Spiel unseriöser, je mehr Spieler teilnehmen, so ist ein 1vs1 Spiel ein Kräftemessen und ein 4vs4 ist meistens eher zum Spaß haben und Sachen ausprobiern.
Man kann aber auch alleine oder zu mehrt gegen Computer antreten, wobei es bei den Einstellungen 6 verschiedene Schwierigkeitsgräde gibt.
Es gibt auch einige Spielmodi, die von Usern gemacht wurden und mit dem eigentlichen Spiel nicht mehr recht viel zu tun haben.

Bewertung 5/5


Fazit:
Alles in Allem ist Starcraft II ein wirklich schönes Spiel mit Atemberaubender Grafik ( auf höchsten Auflösungen). Blizzard hat es gut hingekriegt neues mit altem zu verbinden und hat so nicht nur ein, sondern mehrere Spiele gleichzeitig erschaffen. Egal ob man sich mit einem echten Gegner duelliert, oder mit einem Computer, egal, ob man mit seinen Freunden spielt, oder mit wildfremden Leuten, Starcraft II ist und bleibt das Spiel, das vor 12 Jahren das Genre definiert hat.

Gesamtbewertung 4/5 (4.3)

Samstag, 9. Oktober 2010

Call of Duty: Modern Warfare 2 (2009)

Es ist das meistverkaufte Spiel der Softwareindustrie, durchbrach knapp 2 Monate nach Verkaufsstart die Milliarden-Dollar-Schranke und wird von Spielern meist gleichermaßen geliebt, als auch gehasst. Die Rede ist natürlich von Call of Duty: Modern Warfare 2. Es ist wohl eines der bekanntesten und aufgrund eines einzigen Levels der umstrittensten Spiele das im Jahr 2009 erschienen ist. Die Kritiken waren aufgrund jener Mission zwar gespalten, haben meiner Meinung nach aber nie die ‚wahren‘ Probleme dieses Spieles aufgezeigt. Ich werde dieses Review in 3 Sparten aufteilen. Zuerst dem Einzelspieler-Modus, danach die Spezialeinheiten und zum Schluss der Schwerpunkt des Games: den Multiplayer.
Doch zu Beginn etwas Allgemeines. Modern Warfare 2 ist das sechste Spiel der Call of Duty Reihe und das erste, welches in der Story einen direkten Vorgänger hat.
Es arbeitet mit der „IW 4.0“ Engine und läuft auf, heutzutage, mittelmäßigen Computer „gerade noch“. Mein DualCore Laptop (2x 2,60Ghz) schafft es mit flüssigen 50 Fps nur, wenn wirklich die unterste aller Grafikschubladen geöffnet wird.

Singleplayer:
„Der Singleplayer Modus knüpft genau da an, wo Call of Duty 4: Modern Warfare aufgehört hat“… Nun ja, nicht ganz. Fünf Jahre nach der Tötung von Imran Zakhaev findet man sich in der Haut von Joseph Allen, einen der neuen Charaktere in Modern Warfare 2. Er ist ein US-amerikanischer Soldat, welcher dank unseren Leistungen in einer Trainingsstrecke für einen Undercover Einsatz ausgewählt wird. Unter dem Decknamen Alexei Borodin ist es seine Aufgabe das Vertrauen von Vladimir Makarov, dem Anführer einer Terrorzelle der ultranationalistischen Partei in Russland, zu gewinnen. Um das Vertrauen von ihm zu erlangen, sollen wir auf genau jenem Flugplatz, der Zakhaev gewidmet ist, ein Massaker anrichten. Wer, wie ich, das „Glück“ hatte, sich eine ungeschnittene Version dieses Spieles zu beschaffen, durfte dies auch. In der deutschen Version schlägt die Mission fehl, wenn man unbewaffnete Personen (Zivilisten) tötet.
Der Beginn der Mission "Kein Russisch"
Am Ende jener Mission wird Joseph Allen von Makarov erschossen und am Flugplatz gelassen. Anscheinend hatte er herausgefunden, dass Allen ein Spion war.
Die letzten Augenblicke von Joseph Allen aka Alexei Borodin
Dadurch findet die Polizei natürlich hunderte tote, russische Zivilisten zu Füßen eines Amerikaners. „When they find that body, all of Russia will cry for war.“ sind die letzten Worte aus Makarovs Mund, die wir hören.
Von nun an, erleben wir die Geschichte nur noch aus den Augen anderer Personen, wie zum Beispiel Gary „Roach“ Sanderson, welcher unter dem Kommando von John „Soap“ MacTavish, der Hauptfigur aus Call of Duty 4: Modern Warfare, steht. Der weitere Verlauf der Kampagne ist ebenso Packend, wie abwechslungsreich. So kämpft man während der russischen Invasion an der Seite der Ranger um das weiße Haus, Infiltriert eine Bohrinsel oder kämpft sich durch brasilianische Slums.Ich möchte die Kampagne nicht weiter spoilern, aber ich garantiere jeden, der CoD 4 mochte, und den Egoshooter interessieren, dass Modern Warfare 2 keine Enttäuschung sein wird!
Bewertung: 4/5, da man ohne Vorkenntnisse aus Call of Duty 4 manchmal nicht weiß, was abgeht und die Kampagne meiner Meinung nach etwas länger hätte sein können.

Kooperativer Modus:
Cut/Uncut inkompatibilität
Der Kooperative Modus („Spezialeinheit“) ist ein aus 23 verschiedenen Missionen bestehender Modus, der sowohl zu zweit, als auch alleine gespielt werden kann. Einzige Einschränkung beim alleine Spielen: Es gibt 2 Level, in denen ein Spieler in einem Fahrzeug am Geschütz sitzt und der andere zu Fuß unterwegs ist. Dieser muss bis zum Eskortierungspunkt laufen, während er Deckung von seinem Partner bekommt. Für diese 2 Missionen sind zwei Spieler erforderlich. Im 2-Spieler Modus ist es außerdem auch möglich, seinen Partner auf die Beine zu helfen, während dieser im Einzelspieler längst gestorben währe und die Mission wiederholt werden müsste. Aus diesem Grund ist es meist einfacher zu zweit zu spielen.
Aus einem unerfindlichen Grund ist das Zusammenspielen mit unterschiedlichen Versionen (cut/uncut) nicht möglich.
Bewertung: 4/5 Ein gelungenes Feature, kompatibilitätsprobleme versauen aber gute Stimmung mit manchen Freunden.

Multiplayer:
Der Hauptgrund sich dieses Spiel zuzulegen ist vermutlich der Mehrspieler Modus. Dieser beinhaltet ein ähnliches Ranking- und Klassensystem wie bereits sein Vorgänger aus CoD 4. Wenn man einen Rang aufsteigt, schaltet man entweder eine neue Waffe, ein neues Extra oder eine Abschussserie frei. Um einen Rang aufzusteigenmuss man Erfahrungspunkte sammeln. Abhängig von dem Spielmodus bekommt man unterschiedlich viele Punkte für das ausschalten von Gegnern, das entschärfen einer Bombe oder der Eroberung einer Flagge.
Eine weitere Neuerung ist „dual wielding“. Es ist möglich zwei Waffen gleichzeitig ausgerüstet zu haben und zu feuern. Leider kann man sich nicht aussuchen, welche zwei dies sein sollen, das heißt man kann nur dieselbe Pistole o.Ä. in beiden Händen halten.
Ebenfalls neu sind Vollmantel („Full Metal Jacket“ aka FMJ) Geschosse und Schnellfeuermodi für einige Gewehre. Dank FMJ Munition verliert eine Patrone weniger an Feuerkraft, wenn diese durch ein Objekt dringt (z.B. einem Zaun oder einer Holzwand). Für Maschinenpistolen steht außerdem ein „Rapid Fire“ mode zur verfügung, der die Feuerrate deutlich erhöht.
Zum ersten Mal ist in der PC Fassung von Call of Duty auch der Prestige Modus enthalten. Nachdem ein Spieler den höchsten erreichbaren Rang verdient hat, gibt es die Möglichkeit in den Prestige Modus einzusteigen. Hierfür muss man all seine Fortschritte, Klassen und Abschusserien aufgeben und startet wieder bei dem untersten Rang. Dafür bekommt man nun statt dem normalen Rangesabzeichen ein anderes Symbol. Das einzige was beim „prestigen“ erhalten bleibt sind Titel, Embleme und der Fortschritt von Prestige Herausforderungen (sofern ein Spieler schon einmal in den Prestige Modus eingetreten ist). Das ganze lässt sich zehn mal wiederholen, wobei das Rang Symbol dann durch einen Totenschädel auf einer Münze ersetzt wird:
Wie Oben schon erwähnt, kann man Titel, Embleme und Abschussserien Freischalten. Diese „Rufzeichen“ sind für alle Spieler sichtbar und werden immer im Zusammenhang mit dem Spieler und seinem Rang angezeigt. Im weiteren Spielverlauf kann man immer mehr jener Rufzeichen freischalten.
Titel, Embleme und Abschussserien
Abschussserien sind Belohnungen, die ein Spieler erhält, wenn er ohne zu sterben eine bestimmte Anzahl von Gegnern in Folge tötet. Die höchste Abschussserie ist die Atombombe, bei der das Spiel mit einer gewaltigen Explosion zu Gunsten des Teams endet, das die Bombe bekommen hat, egal ob es ohne jenes verloren hätte oder nicht.
Kommen wir nun zum Hauptgrund, den Multiplayer zu verfluchen. „IWnet“ ist ein von Activision gefordertes und von Infinity Ward entwickeltes Match-making System, welches auf Konsolen bereits in CoD 4 zum Einsatz kam. Deshalb wird Modern Warfare 2 auch von vielen als „Console port“ bezeichnet. Es ersetzt dedizierte Server und verhindert so, eigene Karten, Regeln, Punkte- oder Zeitlimits, und Mods in dem Spiel festzulegen. Dadurch, dass der „Server“ auf einem Zufällig ausgewähltem PC einer der Mitspieler gehostet wird, hat jener einen „Zero-Ping Vorteil“, während andere Spieler des Öfteren „lags“ verspüren. Der einzige Grund, wieso dieses System diesmal auch für den PC eingeführt wurde ist, weil Activision auch Computerspielern für Map-packs an die Geldbörse wollte. Zur Erinnerung: In Call of Duty 4 gab es für die PC Version per Patch vier neue, kostenlose Multiplayerkarten, während bei der PS3 und XBOX 360 10€ für jene verlangt wurden. Bis heute sind allein durch Map-packs vermutlich weitere 500 Millionen Dollar eingenommen worden. Ebenfalls entfernt wurde die Option, während des Spieles über verschiedene Sachen abzustimmen. Cheater, Hacker, Aimbotter, oder wie wir sie auch sonst nennen mögen, haben dadurch freie Fahrt. Es gibt weder Admins, noch eine andere Möglichkeit solche Personen rauszuwerfen. Neben Counter Strike ist Call of Duty: Modern Warfare 2 somit eines der spiele, in denen am meisten Cheater „herumlungern“. Mittlerweile ist sogar das Anti-Cheat System machtlos, da eine Sicherheitslücke gefunden wurde, jenes zu deaktivieren. Mit diesem können sogar bereits gebannte Spieler wieder „ins Gefecht“.
Bewertung: 4/5 Der Multiplayer ist Infinity Ward wie gewohnt super gelungen, leider verursacht sowohl die Geldgier des Publishers (Activisions), als auch IWnet einen Punkteabzug;

Preis:
Während der Preis von 60€ auf den Konsolen gerechtfertigt ist (Die Lizensierungsgebür beträgt ungefähr 10€ pro Spiel), fühle ich mich als Teil der PC Community verarscht. Activision verdient sich nicht nur mit IWnet dumm und dämlich, auch eine grundlose Preiserhöhung von 10€ wurde durchgeführt. Wie man merkt, lassen die Leute dies aber mit sich machen und zahlen schön brav den vollen Preis.

Bewertung: 2/5 Der Einstiegspreis von 60€ ist zwar unverschämt, aber eine Erhöhung des Preises um 20% ist meiner Ansicht nach gerade noch tragbar.

Fazit:
Für Einzelkämpfer ist Call of Duty: Modern Warfare eine direkte Kaufempfehlung. Beim Multiplayer ist „IWnet“ jedoch ein großes Hindernis. Anfangs wurde der Multiplayer von „Glitchern“ regiert, jetzt sind es „Cheater“. Dennoch ist der Mehrspieler Modus sehr gut gelungen und bringt besonders beim Spielen mit Freunden einen hohen Spaßfaktor. Für Neulinge ist er allerdings nicht geeignet. Hier Empfehle ich Call of Duty 4, welches aus heutiger Sicht leider schon zum „alten Eisen“ gehört. Der unverschämte Einstiegspreis von 60€ ist allerdings mit Vorsicht zu genießen. Ich empfehle daher im Internet nach günstigeren Angeboten zu suchen.
Gesamtnote: 4/5 (3,75)

Fallout 3 (2008)

Fallout. Eine Spielereihe von der wir alle schon viel gehört haben. Das erste Mal wurde ich in einem Games-Forum mit der Legende konfrontiert, doch wirklich interessiert hat es mich nicht. Klar, in einem Alter von 13 steht man nicht so sehr auf Spiele mit komplexer Story. Dennoch habe ich zu der Zeit Morrowind gesüchtelt. Als der Nachfolger Oblivion auf den Markt gekommen ist habe ich mir den natürlich auch sofort gekauft und gezockt. Irgendwie kam es, dass ich herausgefunden habe, dass Fallout 3 die selbe Engine wie Oblivion haben soll. So kam es auch, dass ich mir, während meinem Urlaub in Amerika, die englische Uncut-Version besorgt habe.

Performance:
Als ich das Spiel begonnen habe, war ich von Grafik und Flüssigkeit des Spiels sehr positiv überrascht. Mein PC ist nicht mehr der Beste und das hat mich Oblivion stark spüren lassen. Fallout 3 jedoch lief auf meinem PC viel flüssiger und schöner als The Elder Scrolls IV. Die Models und besonders die Texturen wurden mit viel Genauigkeit gemacht und sind sehr Detailliert. Während in Oblivion vieles sehr künstlich gewirkt hat, scheint Fallout sehr realistisch. Solange ich das Spiel vanilla gezockt habe, gab es auch keinen einzigen Crash (anders als bei TES IV). Die Animationen wirken viel authentischer, doch was mich echt fasziniert hat, waren die Spezialeffekte: Explosionen, geflasht sein, Blur... Sehr gut gelungen.
Was man aber sagen muss ist, dass die Engine ziemlich veraltet ist: Zum Releasedate gab es sie schon seit zwei Jahren.
Dennoch haben die Entwickler es geschafft, mehr herauszuholen, als ich für möglich gehalten habe.
4 Sterne


Sehr genaue Texturen an Waffen, NPCs und Räumen.



Gameplay:
Viel Action und doch noch ein ruhiges RPG. Feuer, Gore und Blut, aber doch ein Spiel, welches Schönheit, Menschlichkeit und Idylle kennt. Ich denke, da dieses Spiel viele Extrema aufweist kommt es sehr realistisch rüber.
Kämpfe können zum Beispiel sehr verschieden ausgetragen werden. Klar, das Hauptlaster liegt auf den Schusswaffen (3 Skills und etliche Items) und der Nahkampf (2 Skills und verglichen wenige Waffen) und die Sprengstoffe (1 Skill und 4 Granaten und Minentypen) sind eindeutig zu kurz gekommen. Dennoch kann man viel Spaß haben. Den Sprengstoff-Skill kann man aber leider nur in Kombination mit anderen Skills (Sneak oder Anderen Waffen) brauchbar machen. 
Cinema-Sequenz im V.A.T.S.

Das V.A.T.S. ist eine sehr interessante Idee und wurde auch ziemlich gut umgesetzt. Mit dem System kann man während dem Kampf das Spiel pausieren und in einen "Taktischen Modus" wechseln. In eben Diesem kann der Spieler Körpersegmente der Gegner auf eine Liste setzen. Bestägtigt man, nach dem man zufrieden mit der Auswahl ist, so wird der Computer die Liste von oben nach unten abarbeiten und die Aktionen durchführen. Angezeigt wird das alles dann in einem Cinema-Modus, in dem Spieler und Gegner auf verschiedenen Kamerawinkeln gezeigt werden. Soltle es sogar einen "epischen" Treffer geben, wird der Kill in Zeitlupe gezeigt. Die Chance einen Körperteil zu treffen wird aus dem Waffenskill, dem Zustand der Waffe und der Entfernung zwischen Spieler und Ziel berechnet. Für V.A.T.S.-Aktionen benötigt man Action-Points, die sich mit der Zeit regenerieren.
Verborgenes findet man aber nicht mit Gewalt. Jeder Spieler braucht einen halbwegs annehmbaren Science-Skill um Computer zu hacken und so an informationen oder Schätze zu gelangen und/oder einen gut ausgebildeten Lockpick-Skill mit dem man Schlösser knacken kann. In diese Skill-Kategorie könnte man auch Speech einordnen, denn Speech wird genau so wie Lockpick oder Science verwendet, mit dem Unterschied, dass keine PCs oder Schlösser, sondern Menschen "geknackt" werden. Alles Skills haben aber eines gemein: Versagt man beim knacken, so bleibt einem der Weg verschlossen... Außer man legt sich im Laufe des Spiels sogenannte "Perks" (DV: Extras) zulegt.
Perks sind Boni, die man erhält, wenn man um ein Level aufsteigt. Pro Level kann man sich ein Perk zulegen, die entweder Bonuspunkte auf manche Skills drauflegen oder es möglich machen sich an Schlössern und Terminals, bei denen man versagt hat, wieder zu versuchen, oder aber auch einzigartige Dialog-Optionen in Gesprächen erscheinen lassen, die es leichter machen Ziele zu erreichen.
Das Level-System ist ziemlicher Bullshit, würde ich mal so sagen. Man kann maximal bis Level 20 aufsteigen und das wars. Die Folge ist, dass nicht genug Perks verwendet werden können und das Creepen und Erledigen von Quests nach einer Zeit einfach keinen Sinn mehr macht, da man keine mehr Erfahrungpunkte erhält.
Das Karma-System, welches dafür sorgt, dass "Böse" und "Gute" Charaktäre verschiedene Optionen und Outro-Sequenzen am Ende vom Spiel haben, wurde von den Vorgängerspielen übernommen, ist aber ziemlich unausgereift. Man gerät viel zu leicht in ein schlechtes Feld. In der Regel heißt es: "Wenn du einen guten NPC tötest, verlierst du Karma. Tötest du einen bösen erhältst du Karma." Klingt fair. Jedoch darf man die Unbekannte in der Rechnung nicht vergessen! Es gibt weitaus mehr gute (bzw. neutrale) NPCs, als böse. Fast jeder Kill kostet Karma. Tötet man die wirklich bösen Buben, also die Raider und Sklaventreiber, so erhält man kein gutes Karma. Stiehlt man, egal von wem, so verliert man Karma. Also egal was passiert: Du verlierst Karma bzw. bekommst schwer positives Karma. Na schön, man kann verdurstenden Pennern Wasser geben um den Schwerpunkt nach oben zu verlegen, aber zum böse werden gibt es mehr Möglichkeiten: Leute versklaven, Familien außeinander bringen, Entflohene Sklaven jagen, Wehrlose oder Gefangene ihrem Schicksal überlassen, etc. Also alles in allem ist das System sehr unausgeklügelt.
Fast jede größere Tat hat eine Wirkung auf die Welt und wird im Radiosender Galaxy News Radio erwähnt. Leute sprechen anders mit dem Spieler, neue Quests werden freigeschalten, etc. So kann es passieren, dass der Spieler bei sehr schlechtem Karmo von den Raidern respektiert wird und bei sehr gutem Karma Geschenke von den Leuten aus Megaton bekommt.

Das Gameplay ist wirklich sehr innovativ und interessant, weist aber noch ein paar Mängel auf.
3 Sterne - Wobei ich lieber 4 vergeben würde...


Hauptquest/Story:
Tutorial: Man beginnt wie auch im echten Leben - mit der Geburt. Ein kleines Schreiendes Balg kommt man auf die Welt und sieht in die Augen der Ärzte. Im Hintergrund hört man die Mutter reden. Während diesem Stadium gibt man das Geschlecht und den Namen an und sieht mittels eines Geräts, welches einem das zukünftige Aussehen zeigt, eben Dieses bearbeiten. Danach hört man nur noch, dass die Mutter weiterhin Blut verliert alles wird ausgeblendet. Weiter geht es ein Jahr später. Man wird vom Vater kurz alleine gelassen, da er etwas erledigen muss. Währenddessen bricht man aus und sieht sich das Buch "S.P.E.C.I.A.L." (Strength, Perception, Endurance, Charisma, Intelligence, Agility, Luck) an, mit dessen Hilfe man die Attribut-Werte anpassen kann. Der Vater kommt zurück und zeigt dem Spieler das Lieblingszitat der verstorbenen Mutter (Revelation 21:6). Nach einer weiteren Blende geht es mit dem 10. Geburtstag weiter, zu dem man den PipBoy 3000 und erste Items erhält. Des Weiteren macht man bekanntschaft mit den Raudies in der Vault: Butch und seine Kumpanen. Amata ist, in der Vault, die beste Freundin des Spielers. Nachdem sich die Party - die eigentlich, sogar für ne Kindergeburtstagsfeier, total lahm ist - gelegt hat wird man vom Vater kurz entführt und in den Keller gebracht. Dort erhält man das erste Gewehr (die BB Gun) und hat gleich die Möglichkeit die erste Kakerlake zu verstümmeln. Der Laborkollege des Vaters macht ein Foto von ihm mit dem Spieler und vom Licht geblendet wird wieder alles weiß. Man erwacht mit 16 Jahren.

In der Schule erwartet einen der G.O.A.T. (Generalized Occupational Aptitude Test), welcher einem den Zukunftsjob in der Vault prophezeien soll. Auf dem Weg zur Schule bemerkt man, dass Amata von von Butchs Gang, den sogenannten "Tunnel Snakes", angestiegen wird. Man kann sich nun einmischen und Amata retten oder sich gegen sie stellen oder einfach weg gehen. Eine Reaktion erhöht dein Karma, eine andere senkt es. In jedem Fall wird der Spieler seine erste Begegnung mit dem Karma-System machen. Dann geht es zum G.O.A.T., welcher die Klasse des Protagonisten bestimmt, indem man eine Reihe von Fragen beantwortet. Wer mit dem Ergebnis nicht zufrieden ist, kann sich einfach beschwären und die Klasse manuell definieren. Im Grunde also ziemlich unnötig.
Dann geht das Spiel im alter von 19 Jahren weiter. Man wird von Amata geweckt udn erfährt, dass der eigene Vater aus der Vault geflohen ist und die Sicherheitskräfte auch nach dem Spieler suchn würden. Ziel ist es die Vault lebendig zu verlassen. Gegner wie Security-Guards, Radroaches und, wenn man keck genug ist, sogar der Overseer warten darauf geschrottet zu werden. Letzten Endes verlässt man die Vault und kann bevor man die Capital Wastelands vetritt noch ein Mal alle Werte bearbeiten.
Nach der Vault: Jetzt geht das Spiel erst los. Man kann gleich mit der Hauptstory beginnen oder Nebenquests erfüllen. Die Hauptquest selbst ist sehr abwechslungsreich und relativ realistisch gehalten. Man kann (durch Zufall?) Teile überspringen indem man gewisse Orte besucht oder mit wichtigen Leuten spricht. Vorerst ist es aber angesagt, den eigenen Vater zu finden. Man stellt in der nahegelegenen Stadt Megaton nachforschungen an. Durch Gerüchte wird "Moriarty's Saloon" in Megaton zum nächsten Ziel. Dort spricht der spuieler mit dem Besitzer, welcher den Vater gesehen hat, aber sich weigert die Info um sonst rauszurücken. Hier kann man das erste Mal das Problem auf mehrere Wege lösen:
  1. Moriartys PC hacken
  2. Ihm Geld geben
  3. Den Abzocker überzeugen.
Enclave Soldier im V.A.T.S.-Modus
Die Reise führt den Spieler später noch in die Ruinen von D.C. (wo es von Supermutanten nur so wimmelt), in die sicherste Stadt der Wastelands mit dem Namen 'Rivet City', in die Vault 112 (wo ein verrückter Wissenschafter größenwahnsinnig geworden ist und den 'lone wanderer' in einer virtuellen Ortschaft gefangen hält), in die Zitadelle (wo man die Brotherhood of Steel kennenlernt), nach Raven Rock (dem Hauptquartier der heuchlerischen Enclave) und in das Jefferson Memorial wo es zum ultimativen Showdown zwischen dem Spieler und Colonel Autumn kommt.
Jedoch muss man erwähnen, dass die Story äußerst kurz ist und der Umstand, dass man nach beendigung der Hauptstory nichtmehr weiterspielen kann ist mir auch negativ aufgefallen. Sehr negativ.
3 Sterne

Nebenquests:
Die Nebenquests sind meiner Meinung nach das wahre Gold. In Fallout 3 ist jede Quest anders, größtenteils äußerst kreativ bzw. ausgefallen und/oder humorvoll. Die Nebenquests zu machen hat mir eigentlich viel mehr Spaß gemacht, als die Story durchzuspielen. Außerdem erhält man neben Erfahrungspunkten auch einzigartige Gegenstände, Perks, etc. Teilweise wird über die guten bzw. bösen Taten, welche in Nebenquests begangen wurden, vom GNR-DJ Three Dog mittels Radio berichtet. Des Weiteren findet man fast überall wo es Menschen oder Ghule gibt Nebenquests. Also langweilig sollte einem nicht werden.
5 Sterne

Fazit:
Ein äußerst geiles Spiel, welches - auf Grund von geiler Story, super Gameplay und schier unendlich vielen Möglichkeiten zum Lösen von Quests - nach Beyond Good & Evil und Morrowind mein Lieblingsspiel ist. Ich habe viele Orte Washingtons wiedererkannt, die Metro-Stationen wurden ziemlich realistisch nachgemacht und national Mall war teilweise auch erkennbar. Mit einer dermaßen alten Engine ein so gut bewertetes Spiel zu machen ist bemerkenswert. Aus wenig wurde ziemlich viel gemacht. Was man erwähnen muss ist, dass das Spiel allgemen sehr leicht ist. Ich freue mich schon auf Fallout: New Vegas, denn das soll nicht mehr so einfach zu spielen sein. Vorbestellt habe ich es schon, jetzt muss es nurmehr erscheinen und ankommen.

Gesamtwertung: 4 Sterne (eigentlich 3,8)

Dienstag, 7. September 2010

Stormwarrior - Northern Rage (2004)

Prolog:
Ich, der ich doch Power Metal – geschweige denn True Metal – nicht so sehr mag, habe Gefallen an einer Stormwarrior Scheibe gefunden. Um genau zu sein geht es um „Northern Rage“ mit 47 Minuten Spielzeit. Eine der besten CDs die ich je hören durfte. Ich nehme mir jetzt kein Blatt vor den Mund und bezeichne die Vocals als Pussygesang, aber Himmel! War für ein Pussygesang: Es ist der Beste den ich je erlebt habe! Kombiniert mit den Texten und mit der Musik kommt die Stimme, vor allem nach wiederholtem hören, ziemlich passend, aggressiv und überhaupt nichtmehr wie die eines Weicheies an. Die Gitarren spielen komplexe Sachen die melodisch wirr, aber doch mehr als harmonisch sind. Ein Meisterstück.

Stormwarrior - Northern Rage (2004)


1. And the Northewinde Bloweth (2:38)
Ausnahmsweise habe ich mir die Lieder, beim ersten Durchhören, nicht in der richtigen Reihenfolge gegeben. Und das war vermutlich auch besser so, denn der erste Track – das Intro – ist absolut nicht gelungen. Woran das liegt? An schlechten Synthesizern. In diesem Intro haben Trompeten und Chöre die tragende Rolle und wenn genau diese Instrumente von einem Computer nicht authentisch generiert werden, ist das ganz schlecht.
2 Sterne – Pfui, Satan!!!

2. Heroic Deathe (5:37)
Ein perfekter Anfang: Wirr, schnell, gezielt. Die Stimme setzt ein und die Gitarren ziehen weiterhin ihr schnelles, melodisches Spiel ab. Bei jeder anderen Band hätte ich gesagt, dass es zu vollgepackt wäre. Vor allem weil das Schlagzeug durchgehend doublebasst. Man muss den Schlagzeuger aber für seine Künste loben, denn er spielt die Doublebass mehr als sauber und konstant. Was mir teilweise wirklich schwer fällt ist es Soli und normale Riffs ohne Gesang voneinander zu unterscheiden. Irgendwann habe ich erkannt, dass es sich, bei dem langen melodischen Part in dem Lied, um ein perfektes, ewiglanges Solo handelt, das dann von einem Tempo und Beatwechsel erlöst wird. Eine schöne, hohe Gitarrenmelodie wärmt den Hörer für die folgenden Vocals und das Outro auf, welche die Melodie übernehmen und eine heroische, wilde Atmosphäre und Gänsehaut schaffen. Kurz darauf endet das Lied in einem lang gezogenen Outro.
4 Sterne – Das Outro ist einfach genial.

3. Valhalla (3:49)
Ein sehr einfaches und kurzes, aber gut passendes Drumintro. Kaum legt die Stimme los, folgt schon der Pre-Refrain, der mehrstimmig eingespielt wurde. Eine kurze Pause, die man besser nicht hätte platzieren können, und weiter geht es mit dem kurzen, aber kräftigen Refrain. „Valhalla!“ Wieder sind die Drumkünste bemerkenswert und halten den Hörer wach. Nach dem nächsten Refrain kommt ein sehr interessant klingendes und kaum vorstellbares Solo, dass wieder sehr vielfältig ist und sich teilweise wiederholt, weswegen es mir wieder schwer gefallen ist es als Solo zu erkennen. Nach dem Refrain und einem ähnlichen Outro endet das Lied.
4 Sterne – Fast and mindbashing.

4. Thy Laste Fyre (3:49)
Sehr interessantes Intro, es klingt gewöhnungsbedürftig, lädt jedoch zum weiterhören ein. Gesanglich werden äußerst nette Melodien gesungen, die sich im Gehör festsetzen. Noch schlimmer ist es aber mit den Gitarren, denn die Riffs haben teilweise einen böseren Ohrwurm-Charakter als – wie üblich – die Vocals. Der leicht hinausgeschriene Gesang, der doch noch nicht guttural ist, zwingt mich fast schon zum mitsingen. 
3 Sterne – leider nicht mehr.

5. Welcome Thy Rite (4:18)
Ein unübliches Intro eröffnet das Lied und baut ein mittelalterliches und heroisches Feeling auf. Dann geht es nach dem Vorspiel, wie üblich, schnell weiter. Konstante und auf die anderen Instrumente abgestimmte Drums dienen als sehr nette Basis für das Lied. Hier zeigt sich zum ersten Mal das wirklich interessante am Drummer. Die Art und Weise wie er die Crash-Becken einsetzt betont die Akkordwechsel auf der Hintergrundgitarre und lässt sie unterbewusst bekömmlicher werden.
Als Outro hört man einen Chor (bestehend aus nur dem Sänger, seine Stimme wurde mehrmals eingespielt) der den Songtitel singt und schlussendlich die Intromelodie in eine schnelleren Outrofassung.
3 Sterne – Für 4 Sterne finde ich das Lied viel zu ähnlich mit den bisherigen.

6. Odinn’s Warriors (4:15)
Ein wundervolles Intro, das nach wenigen Sekunden in ein kurzes, geniales Solo übergeht. Die Stimme kommt in diesem Lied unüblich aggressiv und hart (so hart es bei Stormwarrior nun mal geht) rüber. Der Refrain ist einfach so gut, dass ich sowohl mitsingen, als auch die Gitarre nachahmen wollte. Ein wirklich böser, mitreißender Ohrwurm. Nach dem ersten Refrain folgt wieder ein Solo, dass zum mitsummen bewegt, welches auch in eine getappte Version vom Thema übergeht. Ein Basssolo, ein Refrain und ein Abwandlung vom Refrain auf der Gitarre aus Outro und schon ist das tollste Lied der CD vorbei.
5 Sterne

7. Bloode Eagle (4:30)
Dieser Track befindet sich ungefähr auf derselben Ebene wie Odinn’s Warriors. Zusammen bilden diese zwei Lieder die Spitze der CD. Gesanglich abwechslungsreich, aber doch nicht zu unterschiedlich, wird Bloode Eagle gehalten. Der Refrain baut, durch den Gesang, eine mystische Atmosphäre auf und schafft ein Gänsehaut-Lied. Der Rest des Songs ist nicht viel anders als die restliche CD. Neben einem durchschnittlichen Solo folgt nichts Nennenswertes mehr.
5 Sterne – „Deliver to Odin.“ Geilster Refrain auf der CD.

8. Sigrblot (5:30)

Nun ja, was soll ich hier sagen. Das Lied fällt nicht schlecht auf, der Refrain ist, dank dem Gesang, sogar ziemlich gut gelungen. Mir hat er ziemlich gut gefallen, aber hängen ist er nicht geblieben. Der restliche Track ist auch nicht wahrlich Erwähnenswert, allerhöchstens die Break, welche, bis auf den Sprechgesang und den Gitarreneinsatz, identisch mit dem Outro ist.
3 Sterne

9. To Foreign Shores (4:09)
Eines der wahren Schätze auf dieser CD. Nächte lang konnte ich nicht einschlafen, weil ich dauernd das Lied im Kopf hatte. Das Intro ist zwar, meiner Meinung nach, wenig berauschend. Die rhythmisch interessante Gitarre jedoch macht alles wieder gut. Der Pre-Refrain ist wieder einmal angenehm undurchsichtig. Der Refrain schafft es, dass der Hörer fast schon dieselbe Euphorie fühlt, wie der Protagonist im Lied. Die dritte Verse bringt einen gut gelungenen Stimmungswechsel, ein wenig ins das Melancholische. Und schon taucht wieder ein Solo auf. Der Text ist äußerst gut gelungen.
5 Sterne – Eine Zeit lang hat das Lied sogar Odinn’s Warriors Konkurrenz gemacht.

10. Lindisfarnel (8:42)
Ein ruhiges, akustisches Intro, welches in einen trägen, eher dem Metal zugehörigen Stimmungsaufbau übergeht. Ein Chor und eine synthetische Orgel leiten die erste Strophe ein. Ein Schlag und schon bricht ein schneller Riff aus. Der Gesang, wieder unüblich hart, bringt alle zum bewegen. Der Refrain wird von einem Chor unterstützt und ist, wie meistens auf dieser CD, recht einfach gehalten. Als ich im Graffiti, in der Innenstadt, das Lied gehört habe, musste ich einfach mitsingen. Geniales Stück.
5 Sterne – Trotz der Länge und der wenigen Abwechslung im Lied selbst, eines der Goldstücke von Stormwarrior.

Fazit:

Auf jeden Fall kaufen! Ich, der ich wenig von Power Metal und Old-School-Zeugs halte, habe mich in die Scheibe praktisch verliebt. Es hat zwar seine Zeit gebraucht, um den wahren Wert zu erkennen, doch nun bin ich wirklich Stolz diese zehn Songs zu haben. Ich kann diese CD fast jedem empfehlen, außer Leuten die meinen sie müssten auf hart tun und alles was nicht guttural gesungen wurde meiden. Da sich diese CD textlich/thematisch von den anderen Veröffentlichungen von Stormwarrior unterscheidet – sich mit der nordischen Mythologie und dem Leben der Wikinger auseinandersetzt – würde ich auch Pagan-Fans raten, einmal hinein zu hören. Am besten wird das Album bei Manowar und Blind Guardian Fans ankommen.


Albumwertung: 4 Sterne (eigentlich 3,9)